Sonntag, 29. Dezember 2013
Der Bankdiebstahl
Eines Tages dachte Paul, es wär doch etwas feines, wenn er einen leichten Weg wählte, um sich von seinen Geldsorgen zu befreien.
So stiefelt er eines Nachts in den von ihm vorbereiteten Keller und kriecht durch den Tunnel den er in den letzten Wochen gebuddelt hatte um die letzte Wand, die ihn noch vom Tresorraum der Bank trennt, zu überwinden.
Er hatte schon alles vorbereitet, die Löcher waren schon gebort, er muss nur noch die Sprengsätze einsetzen und zünden. Damit wollte er allerdings bis Silvester warten, damit der Krach nicht so auffällt und der Diebstahl frühestens erst 3 Tage später bemerkt werden kann.
Nun war es soweit, alles ist verkabelt, die ersten Feuerwerke knallen. Paul geht auf der anderen Seite des Kellers in Deckung und zündet.
"Rungs"
In der Wand ist ein sauberes Loch, etwas klein, aber Paul ist ja ein eher dürrer, drahtiger Kerl.
Schhwupps ist er im kleinen Tresor-Raum, der diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient, das war eigentlich alles zu einfach. Er packt so viel er kann in seinen Rucksack und kriecht wieder durch das Loch.
Da kommt ihm ein famoser Einfall: Was, wenn er es schafft, dieses Recht kleine Loch wieder so zuzustopfen, dass man von der Tresorseite gar nicht sofort bemerkt, dass dort ein Loch ist?
Er nimmt den herausgebrochenen runden Block, holt ein Stück weißer Tapete und Leim, klettert durch das Loch hindurch und tapeziert die Wand (zu seinem Glück unterscheidet sich die Tapete kaum von der vorherigen - billige Rauhfaser sei dank).
Dann beklebt er den Block mit überstehender Tapete, klebt die Bahn oberhalb des Loches akkurat fest, klettert durch das Loch und setzt den Block so ein, dass der Rest der Tapete sich ebenso an die vorbereitete Wand anschmiegt.
Paul ist ein schlaues Kerlchen!
Noch wurde kein Alarm geschlagen, noch hat keiner etwas bemerkt.
Damit dies so bleibt, hat Paul sich überlegt, keine Orte aufzusuchen wo eine Kameraüberwachung ist, also keine Straßenbahnen, Züge, Raststätten, Tankstellen etc. zu benutzen.
In seinem Rucksack hat er noch ein wenig Essen, Schlafsack und Isomatte
und so macht er sich auf, ein wenig Vorsprung aufzubauen, damit seine Spuren sich schnell verlaufen.
Er plant, zu Fuß zu fliehen, dabei würden die Hunde ihn jedoch schnell finden, so wird er auch per Anhalter fahren, jedoch Tankstellen und Raststätten meiden - Autobahnen sowieso.
Sein Handy hat er schon länger vor Beginn seiner Planungen entsorgt, um nicht durch Bewegungsprofile entdeckt zu werden.
Paul Bunsen auf der Flucht, ausgerüstet mit Rucksack und einem Batzen Geld. Wird es der Unglücksrabe schaffen unentdeckt zu entkommen?
Samstag, 1. Juni 2013
Neuer Blog
Werte Leserschaft,
an dieser Stelle werde ich vorerst weiterhin nichts veröffentlichen. Ich darf jedoch darauf verweisen, dass es nun einen ganz frischen Blog von mir gibt!
Den findet ihr ganz einfach HIER!
an dieser Stelle werde ich vorerst weiterhin nichts veröffentlichen. Ich darf jedoch darauf verweisen, dass es nun einen ganz frischen Blog von mir gibt!
Den findet ihr ganz einfach HIER!
Montag, 5. September 2011
Dieser Blog ist so gut wie Tod...
Schade eigentlich...
Schließlich gab es doch so viel erlebtes was auf editierte Veröffentlichung wartet?
Dieser Blog ist ja nur "So gut wie" tot...
Analog wird dieser weiter geführt...in einem Büchlein - nicht A4, auch nicht A5 - nein. Es ist im Format A7!
Aber warum nicht weiter an dieser Stelle - und somit öffentlich?
Ganz knapp umrissen: Zeitmangel...
Doch ist das fast stets nur eine Ausrede und deutet auf Motivationsmangel und schlechte Organisation hin.
Wer weiß - vielleicht ändert sich das ja bald?
Vielleicht ändert sich ja bald sehr viel?
Oder auch gar nix?
Ich denke auch ohne Text an dieser Stelle - man kann gespannt bleiben!
Viele Grüße an meine verbliebene Leserschaft! Ihr seid super! Und es tut mir Leid, dass ich euch, jedenfalls zurzeit, nicht treu sein kann!
Der Autor
Schließlich gab es doch so viel erlebtes was auf editierte Veröffentlichung wartet?
Dieser Blog ist ja nur "So gut wie" tot...
Analog wird dieser weiter geführt...in einem Büchlein - nicht A4, auch nicht A5 - nein. Es ist im Format A7!
Aber warum nicht weiter an dieser Stelle - und somit öffentlich?
Ganz knapp umrissen: Zeitmangel...
Doch ist das fast stets nur eine Ausrede und deutet auf Motivationsmangel und schlechte Organisation hin.
Wer weiß - vielleicht ändert sich das ja bald?
Vielleicht ändert sich ja bald sehr viel?
Oder auch gar nix?
Ich denke auch ohne Text an dieser Stelle - man kann gespannt bleiben!
Viele Grüße an meine verbliebene Leserschaft! Ihr seid super! Und es tut mir Leid, dass ich euch, jedenfalls zurzeit, nicht treu sein kann!
Der Autor
Samstag, 21. Mai 2011
Ben beim Militär
Eigentlich keiner der gebildeten Herren hat neuerdings mehr die Möglichkeit ein solches Erlebniss zu bekommen...
Wie stellt man sich so eine Kaserne vor.
Viel Stacheldraht, eine Schranke mit einer Witzfigur daneben.... so erscheint sie einem von aussen.
Doch wie Bens Eigenart so ist hat er es geschafft nun auch die andere Seite des Zauns betrachten zu dürfen und das Innenleben kennenzulernen.
Ihm wurde empfohlen, möglichst vor um sechs da zu sein, um den eigentlichen Höhepunkt zum Thema Zirkus für Ewiggestrige anschauen zu können.
Als er knapp vor um sechs beim Pförtner seinen Ausweis hinreicht, erstarrt dieser plötzlich - kurz zuvor hatte er noch schnell den Finger zum Mund bewegt und Psst-Laute von sich gegeben.
Das wäre echt nicht nötig gewesen, diese Laiendarsteller haben doch wirklich extra für Ben ein kleines Theaterstück eingeübt. So eine Überraschung. Und so wurde er Zeuge eines Unglaublichen Schauspiels:
Ein scheinbar wichtiger Wicht brüllte irgendwelche Befehle und seine scheinbar weniger wichtigen Untertanen führten verschiedene Handlungen aus. Erst liefen sie wie Roboter und guckten blöd dabei, dann zogen sie an einem Seil. Unerwarteter Weise führte das zu dem Spezialeffekt, dass sich eine bunte Fahne erhob. Lustigerweise waren das sogar die Farben von Deutschland.
Um diesem ganzen Happening noch ein wenig Leben einzuhauchen standen alle die mit grünen Moosanzügen bekleidet waren regungslos da - vermutlich sollten die die Bäume darstellen.
Wie es sich im Theater gehört wurde Ben böse angeguckt als ihm ein Ton des heiteren Entzückens entfloh.
Leider konnte er es nicht so recht interpretieren, er hatte zur Schulzeit nicht so recht beim Thema "modernes Theater" und "Happening" aufgepasst, weshalb ihm eine Wertung und Auslegung nicht so wirklich gelingen wollte. Aber die Jungs haben sich solch eine Mühe gegeben - da muss man schonmal trotzdem applaudieren.
Jetzt ging es schon weiter, der Lakai überreichte Ben nun seinen "Besucherausweis" - Ben war allerdings nicht allein unterwegs - und das Militär muss sparen wo es kann - so gab es nur für jeden zweiten einen. Keiner konnte sich vorstellen, wie das klappen soll.
Beim hereinfahren wurde dem Hochedlen Ben sogar Salutiert.
Links und Rechts begrüßten ihn zwei ausgemusterte Panzer (Wahrscheinlich sind die gar nicht ausgemustert, sondern für den Volkssturm...)
Doch so wie sich die Kaserne von aussen gab wirkte sie innen gar nicht.
Er hatte sich vorgestellt, dass er überall dumm in der Landschaft herumstehende Soldaten sehen würde die sich anbrüllen lassen von solch wichtigem Wicht.
Stattdessen errinnerte ihn der ganze Komplex an ein großes Landheimareal für Erwachsene - mit großen Autos, kleinen Häusern und viele Wäldchen um Verstecker zu spielen.
Auch von innen erscheinen die Häuser alles andere als bedrohlich - die Wände sind sauber und frisch mit einem lebhaftem Gelb gestrichen - die Betten sind von besserer Qualität als in den meisten Hostels. Die Schränke geräumig.
Und die Küche.....einfach der Wahnsinn.
Supergroß mit ganz modernem Herd in den eine Mikrowelle integriert ist. Nur die Tiefkühltruhe fehlt irgendwie... und Töpfe.
Und die heiligen Hallen erst! Nur die teuersten Armaturen und Kloaccesoires - leider von stümpern unsauber verbaut. Naja - da hat das Geld für Fachpersonal anscheinend nicht mehr gereicht.
Dann gehts auch schon zur "Sicherheitseinweisung"
Vom Oberwichtigen Wicht dieser Kaserne bekommt er gesagt, dass er Fotografieren darf was er will und dass er wenn er irgendwelche Fundmunition sieht, er sie liegen lassen soll und einfach nicht berühren - dann passiert auch nichts.
Nur bei seinem Fahrzeug solle er doch oft genug kontrollieren, ob ihm nicht jemand seine Radschrauben gelockert hat.
So alles in allem: Eine Kaserne unterscheidet sich von einer Jugendherberge eigentlich nur durch das Klientel, ihre Größe und den Zaun drumherum...
Wie stellt man sich so eine Kaserne vor.
Viel Stacheldraht, eine Schranke mit einer Witzfigur daneben.... so erscheint sie einem von aussen.
Doch wie Bens Eigenart so ist hat er es geschafft nun auch die andere Seite des Zauns betrachten zu dürfen und das Innenleben kennenzulernen.
Ihm wurde empfohlen, möglichst vor um sechs da zu sein, um den eigentlichen Höhepunkt zum Thema Zirkus für Ewiggestrige anschauen zu können.
Als er knapp vor um sechs beim Pförtner seinen Ausweis hinreicht, erstarrt dieser plötzlich - kurz zuvor hatte er noch schnell den Finger zum Mund bewegt und Psst-Laute von sich gegeben.
Das wäre echt nicht nötig gewesen, diese Laiendarsteller haben doch wirklich extra für Ben ein kleines Theaterstück eingeübt. So eine Überraschung. Und so wurde er Zeuge eines Unglaublichen Schauspiels:
Ein scheinbar wichtiger Wicht brüllte irgendwelche Befehle und seine scheinbar weniger wichtigen Untertanen führten verschiedene Handlungen aus. Erst liefen sie wie Roboter und guckten blöd dabei, dann zogen sie an einem Seil. Unerwarteter Weise führte das zu dem Spezialeffekt, dass sich eine bunte Fahne erhob. Lustigerweise waren das sogar die Farben von Deutschland.
Um diesem ganzen Happening noch ein wenig Leben einzuhauchen standen alle die mit grünen Moosanzügen bekleidet waren regungslos da - vermutlich sollten die die Bäume darstellen.
Wie es sich im Theater gehört wurde Ben böse angeguckt als ihm ein Ton des heiteren Entzückens entfloh.
Leider konnte er es nicht so recht interpretieren, er hatte zur Schulzeit nicht so recht beim Thema "modernes Theater" und "Happening" aufgepasst, weshalb ihm eine Wertung und Auslegung nicht so wirklich gelingen wollte. Aber die Jungs haben sich solch eine Mühe gegeben - da muss man schonmal trotzdem applaudieren.
Jetzt ging es schon weiter, der Lakai überreichte Ben nun seinen "Besucherausweis" - Ben war allerdings nicht allein unterwegs - und das Militär muss sparen wo es kann - so gab es nur für jeden zweiten einen. Keiner konnte sich vorstellen, wie das klappen soll.
Beim hereinfahren wurde dem Hochedlen Ben sogar Salutiert.
Links und Rechts begrüßten ihn zwei ausgemusterte Panzer (Wahrscheinlich sind die gar nicht ausgemustert, sondern für den Volkssturm...)
Doch so wie sich die Kaserne von aussen gab wirkte sie innen gar nicht.
Er hatte sich vorgestellt, dass er überall dumm in der Landschaft herumstehende Soldaten sehen würde die sich anbrüllen lassen von solch wichtigem Wicht.
Stattdessen errinnerte ihn der ganze Komplex an ein großes Landheimareal für Erwachsene - mit großen Autos, kleinen Häusern und viele Wäldchen um Verstecker zu spielen.
Auch von innen erscheinen die Häuser alles andere als bedrohlich - die Wände sind sauber und frisch mit einem lebhaftem Gelb gestrichen - die Betten sind von besserer Qualität als in den meisten Hostels. Die Schränke geräumig.
Und die Küche.....einfach der Wahnsinn.
Supergroß mit ganz modernem Herd in den eine Mikrowelle integriert ist. Nur die Tiefkühltruhe fehlt irgendwie... und Töpfe.
Und die heiligen Hallen erst! Nur die teuersten Armaturen und Kloaccesoires - leider von stümpern unsauber verbaut. Naja - da hat das Geld für Fachpersonal anscheinend nicht mehr gereicht.
Dann gehts auch schon zur "Sicherheitseinweisung"
Vom Oberwichtigen Wicht dieser Kaserne bekommt er gesagt, dass er Fotografieren darf was er will und dass er wenn er irgendwelche Fundmunition sieht, er sie liegen lassen soll und einfach nicht berühren - dann passiert auch nichts.
Nur bei seinem Fahrzeug solle er doch oft genug kontrollieren, ob ihm nicht jemand seine Radschrauben gelockert hat.
So alles in allem: Eine Kaserne unterscheidet sich von einer Jugendherberge eigentlich nur durch das Klientel, ihre Größe und den Zaun drumherum...
Freitag, 20. Mai 2011
Eine Zugfahrt die ist lustig....
Ben hat seine Zugfahrkarte vom Staat bezahlt bekommen. So nimmt er die seltene Gelegenheit wahr und reist mit einer Hochgeschwindigkeitsferneisenbahn an - stets im Blick seine Vorurteile zu überprüfen.
1. Vorurteil
Die Deutsche Bahn ist gar nicht so unpünktlich wie alle sagen!
Bens Verbindung sah vor, umzusteigen. Auf dem Hinweg gab es also 2 Mal die Möglichkeit die Pünktlichkeit zu testen.
Wie meistens ist Ben spät dran - er hat noch 5 Minuten und muss die Fahrkarte noch ausdrucken. Wenn man weiß wie das geht ist das echt einfach... Gerade so kurz vor Abfahrt erreicht er völlig aus der Puste den Bahnsteig. Offensichtlich hat er die Abfahrt nicht verpasst, es befinden sich ausserordentlich viele Leute auf dem Bahnsteig.
Unter dem Einfluss von Adrenalin fällt ihm die Durchsage zunächst kaum auf. Er hört nur knapp, dass irgendwas mit seinem Zug ist.
Die Leute werden auf einmal unruhig und verlassen den Bahnsteig.
Schnell flitzt er mit seinem Umfangreichen Reisegepäck zur Bahnhofsinformation. Der Zug ist aufgrund einer Weichenstörung heute auf einem anderen Gleis...
Man stelle sich vor: Alle Leute von Gleis 18 gehen zu Gleis 9 und die auf Gleis 9 zu Gleis 18 - natürlich alle nicht wenig gestresst und der Weg ist auf Konfrontationskurs. Ich denke - so wurde Rugby erfunden....
Irgendwer hat da wohl ICE und IC wechselt....da musste als Ausrede die arme Weiche herhalten...
20 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit setzt sich Ben, auf einem sehr gemütlichen, sehr stillen Plätzchen, in Bewegung.
Eine Haltestelle später steigt ein Geschäftsmann hinzu und bittet Ben von seinem Platze aufzustehen, schließlich ist der Platz als "gegebenenfalls freimachen" markiert - Ben gehört nicht zu der Kaste die dort sitzen darf - obwohl er für die Klasse bezahlt hat.
Dadurch zu einem kleinen Spaziergang mit Gepäck quer durch den ewig langen Zug führt ihn zu einem kleinen verbliebenen Platz neben einem sehr dicken Menschen mit offenem Ausschlag am Arm. Auf der anderen Seite sitzt ein Blondchen mit 0 IQ und Iphone mit Flatratevertrag...
Vorbei mit der Entspannung...
Glücklicherweise hat der Anschlusszug ebenfalls 20 Minuten Verspätung.
Am Umstiegsort angekommen kann er sich von der Ökonomie der Deutschen Bahn überzeugen: zwei ICs wurden verbunden, auch wenn sie in komplett unterschiedliche Richtungen fahren. Das spart der Bahn bestimmt 100€... gestaltet das finden des richtigen Zuges allerdings nicht einfacher...
Ben schafft das - viele andere nicht - und so ist am nächsten Bahnhof nochmal ein längerer Halt um die Leute von ganz hinten nach ganz vorn laufen zu lassen.
Hat auch sein gutes:
Sein Lift für die letzte Meile steht bei seiner Ankunft bereits bereit.
Zusammenfassend ist zu sagen: Wer einfach nur schnell, sicher, stressfrei und luxuriös ankommen will, sollte mit dem Flugzeug fliegen - Zugfahren ist dafür zu abenteuerlich.
1. Vorurteil
Die Deutsche Bahn ist gar nicht so unpünktlich wie alle sagen!
Bens Verbindung sah vor, umzusteigen. Auf dem Hinweg gab es also 2 Mal die Möglichkeit die Pünktlichkeit zu testen.
Wie meistens ist Ben spät dran - er hat noch 5 Minuten und muss die Fahrkarte noch ausdrucken. Wenn man weiß wie das geht ist das echt einfach... Gerade so kurz vor Abfahrt erreicht er völlig aus der Puste den Bahnsteig. Offensichtlich hat er die Abfahrt nicht verpasst, es befinden sich ausserordentlich viele Leute auf dem Bahnsteig.
Unter dem Einfluss von Adrenalin fällt ihm die Durchsage zunächst kaum auf. Er hört nur knapp, dass irgendwas mit seinem Zug ist.
Die Leute werden auf einmal unruhig und verlassen den Bahnsteig.
Schnell flitzt er mit seinem Umfangreichen Reisegepäck zur Bahnhofsinformation. Der Zug ist aufgrund einer Weichenstörung heute auf einem anderen Gleis...
Man stelle sich vor: Alle Leute von Gleis 18 gehen zu Gleis 9 und die auf Gleis 9 zu Gleis 18 - natürlich alle nicht wenig gestresst und der Weg ist auf Konfrontationskurs. Ich denke - so wurde Rugby erfunden....
Irgendwer hat da wohl ICE und IC wechselt....da musste als Ausrede die arme Weiche herhalten...
20 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit setzt sich Ben, auf einem sehr gemütlichen, sehr stillen Plätzchen, in Bewegung.
Eine Haltestelle später steigt ein Geschäftsmann hinzu und bittet Ben von seinem Platze aufzustehen, schließlich ist der Platz als "gegebenenfalls freimachen" markiert - Ben gehört nicht zu der Kaste die dort sitzen darf - obwohl er für die Klasse bezahlt hat.
Dadurch zu einem kleinen Spaziergang mit Gepäck quer durch den ewig langen Zug führt ihn zu einem kleinen verbliebenen Platz neben einem sehr dicken Menschen mit offenem Ausschlag am Arm. Auf der anderen Seite sitzt ein Blondchen mit 0 IQ und Iphone mit Flatratevertrag...
Vorbei mit der Entspannung...
Glücklicherweise hat der Anschlusszug ebenfalls 20 Minuten Verspätung.
Am Umstiegsort angekommen kann er sich von der Ökonomie der Deutschen Bahn überzeugen: zwei ICs wurden verbunden, auch wenn sie in komplett unterschiedliche Richtungen fahren. Das spart der Bahn bestimmt 100€... gestaltet das finden des richtigen Zuges allerdings nicht einfacher...
Ben schafft das - viele andere nicht - und so ist am nächsten Bahnhof nochmal ein längerer Halt um die Leute von ganz hinten nach ganz vorn laufen zu lassen.
Hat auch sein gutes:
Sein Lift für die letzte Meile steht bei seiner Ankunft bereits bereit.
Zusammenfassend ist zu sagen: Wer einfach nur schnell, sicher, stressfrei und luxuriös ankommen will, sollte mit dem Flugzeug fliegen - Zugfahren ist dafür zu abenteuerlich.
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